mit Mitgliedern der Gruppe >Erinnerungen-im-Netz.de <
durch Jan KNIERIM für den HR4
Audiostream:
Anmoderation
(Hinweis: „erinnerungen-im-netz.de“ wird vorgestellt am Mi 24.06., um 10:30 Uhr):
Wohin mit eigenen Erinnerungen, mit Briefen, Fotos oderVideos?
Wohin mit all den persönlichen Dingen und den erlebten Geschichten? –
In Kassel-Bettenhausen arbeitet daran schon eine ganze Weile eine Gruppe von geschichtlich interessierten Senioren: sie wollen, dass Erinnerungen zum Kasseler Osten nicht verloren gehen und erstellten dazu eine eigene Internetplattform.
Sie heißt „Erinnerungen im Netz“ und heute wird sie vorgestellt.
Unser Reporter Jan Knierim hat für hr4 schon vorher mit den Machern gesprochen und sich die Website zeigen lassen:
Atmo: Video zur Losse, darüber:
Das Video zur Losse: nur ein Beispiel der umfangreichen Internetseite „Erinnerungen im Netz“. Zu finden hier viele Geschichten aus dem Kasseler Osten. Hier zuhause ist auch Bernd Schaeffer, früher Landvermesser, und im Ruhestand Hobbyhistoriker im Kasseler Stadtteilzentrum Agathof. Und der Leiter der dortigen Internetgruppe. Am Computer zeigt er den Weg von der Startseite zum gewünschten Inhalt:
B. Schaeffer (0’16): Wenn man die Startseite von Erinnerungen im Netz aufgerufen hat, gehen wir über die Themenbibliothek *klickklick*, wir gehen über Ereignisse und im Bereich Kultur *klickklick* finden wir den Eintrag Fotos/Videos *klickklick* und über den Klick Video/Audio kommen wir auch zur Losse.“
Und so frisch wie der Fluss Losse durch Bettenhausen fließt, erzählt Bernd Schaeffer von seiner neuen Arbeit als Webmaster der Internetseite, zu Deutsch: er verwaltet sie. Eine Internetagentur hat die Webseite übersichtlich und benutzerfreundlich gestaltet, Unterstützung und Geld kamen vom Hessischen Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit. Das nämlich findet das Internetprojekt richtig vorbildlich. - Wie es zur Idee gekommen ist, erläutert die Leiterin des Stadtteilzentrums Agathof, Marianne Bednorz:
M. Bednorz (0’23): „Je älter die Menschen werden, desto interessanter ist für sie Geschichte und ihre Erinnerung. Wir haben auch eine Gruppe in dem Haus – seit über zwanzig Jahren: „Bettenhausen früher und heute“, und diese Gruppe musste in den neue Generation überführt werden. Und da haben wir gesucht: was bietet sich an, Bilder nicht nur digital zu sammeln, sondern sie auch ins Internet zu stellen.“
Schon länger arbeiten die Senioren mit Computern und Internet . Darin schult sie zum Beispiel Bernd Schaeffer. Dessen Bruder Erhard, gestern noch Sprecher der Kasseler Berufsfeuerwehr, ist seit kurzem im Ruhestand und – Onlineredakteur von erinnerungen-im-netz.de:
E. Schaffer (0’21): „Weil ich schon immer fotografiere, Videofilm produziert habe. Und dass ich auch ne Wurzel zu diesem Stadtteil habe: ich bin nämlich in diesem Stadtteil geboren und habe lange Zeit dort gelebt. das erleichtert einem auch die redaktionelle Arbeit. Man hat immer Bezug zu den Themen, man kennt bestimmte Örtlichkeiten, man kennt aber auch Personen. Und das macht das eigentlich spannend und interessant.
Und so können Besucher die Geschichten aus dem Kasseler Osten studieren: persönliche Erinnerungen wieder entdecken, Aufsätze lesen, Fotos und Videos anschauen, Tonaufnahmen hören. Eine technische Besonderheit ist die „Barrierefreiheit“, erklärt Bernd Schaeffer:
B. Schaeffer (0’21): „Die Webseite ist vom Grundsatz her barrierefrei angelegt, das heißt, trotz Behinderung (ist) diese Webseite aufzurufen, Schriften zu vergrößern, Farbblindheit wird kompensiert. Und wenn die technische Voraussetzung stimmt, kann man sich die Bilder und Texte per Ton erklären lassen.“
Jeder soll die Website lesen oder bearbeiten können. Fünf Mitarbeiter hat die Internetgruppe bisher, neue Interessenten willkommen. – Die „Erinnerungen im Netz“ – Gelungenes Beispiel für Fitness in neuen Medien.