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Ein Rundgang durch Bettenhausen auf den Spuren der Stadtteilgeschichte
"Losse heißen, wie se will"
Von Martina Sommerlade
Bettenhausen.Wieso heißt Bettenhausen eigentlich Bettenhausen? Und woher hat die Losse ihren Namen? Diesen Fragen ging am Samstagnachmittag Helmut Schagrün auf den Grund. Beim zweistündigen geschichtlichen Rundgang durch Alt-Bettenhausen vermittelte das Mitglied der Arbeitsgruppe "Bettenhausen – früher und heute" den 30 Teilnehmern Wissenswertes und Unterhaltsames des 1906 eingemeindeten Stadtteils.
Ausgehend vom Dorfplatz, der "Urzelle Bettenhausens", führte der Rundgang über Marien- und Kunigundiskirche sowie verschiedene Bauernhöfe, die Käsefabrik Riebenhausen und die Pfingstweide zum alten Bürgermeisteramt in der Burgstraße.
"In unserem schönen Stadtteil hat sich einiges getan", so Schagrün. Aus dem ehemaligen Ackerdörfchen mit seinen handwerklichen Mühlenbetrieben an den Ufern der Losse, das als "Bethnehüsun" erstmals in 1145 erwähnt wurde, sei ein lebhafter Industrie- und Wohnstadtteil geworden.
Über den Ursprung des Namens Bettenhausen soll es laut Schagrün übrigens mehrere Varianten geben. "Eventuell stammt die Ableitung von den drei Bethen Wilbeth, Barbeth und Anbeth, die germanische Götter waren." Möglicherweise sei Bettenhausen aber auch von dem früher gebräuchlichen Familiennamen Betting abgeleitet.
Für Schmunzeln unter den Zuhörern sorgte die Anekdote über die Namensgebung der bis ins Jahr 1246 namenlosen Losse. Nach vergeblicher Namenssuche bei einer Gemeindeversammlung sei ein Mitglied aufgesprungen und habe angekündigt, dass das nächste gesprochene Wort der Name des Bachs sein würde. Daraufhin habe sich ein Bürger zu Wort gemeldet und meinte: "Losse heißen, wie se will."
Quelle: Artikel vom 08.05.2007

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